indemini

 
die lage und das einkaufen

indemini liegt auf 930 m.ü.m. am oberen ende des italienischen 'veddasca'-tals als einziges schweizer dorf. der ort ist sonnig und durch die dahinter liegende bergkette gut vor den nordwinden geschützt. man erreicht ihn auf schweizer seite von vira über den 'neggia'-pass - auch mit postauto. von italien erreicht man das tal über maccagno am 'lago maggiore'.


einkaufen

im dorf ist das grundsätzliche zu finden. so kriegt man in der 'bottega della capra' vor allem spezialitäten aus ziegenmilch, und im dorfladen oben bei der post, im 'negozio alimentari', bekommt man alles für den täglichen bedarf. in maccagno befindet sich übrigens - neben san antonino und vira auf schweizer seite - ein supermarkt.

 
indemini - ein schmugglerdorf

die eckdaten:
 - die geschichtlichen wurzeln reichen bis ins jahr 1230 zurück.
 - im dorf wohnten in spitzenzeiten über 400 personen
 - eine strasse wurde erst ende des ersten weltkriegs gebaut.

bis dahin trugen die frauen zweimal wöchentlich ihre waren über den st.anna-pass bis hinunter nach gerra und san nazzaro. gleichentags kehrten sie schwer beladen mit der post und den einkäufen wieder zurück. Sie benötigten sieben stunden für die 3000 meter höhendifferenz.

die indemineser konnten sich und ihre familien kaum ernähren. die landwirtschaft gab nicht viel her, ihr auskommen beschafften sie als gastarbeiter in italienischen und deutschschweizer städten. dann, während den beiden weltkriegen, blieb ihnen nicht viel anderes übrig, als mit schmuggel den lebensunterhalt zu verdienen. bis heute erzählen die nachkommen diese schmuggelgeschichten von lichtzeichen und geheimen verstecken.

in den mit granitstein gepflästerten gassen erlebt man eine wohltuende stille. man begegnet der vergangenheit, dem einfachen, ursprünglichen leben. man will die geschichten dieser wände, durchgänge und gewölbe entdecken.

einheimische und feriengäste treffen gerne zusammen. an kirchenfesten, an der 'castagnata', an vernissagen im 'museo', konzerten, am fackelumzug. aber auch wenn kein offizieller anlass auf dem programm steht, pflegt man oft das gemütliche beisammensein.

die wilde, unberührte natur in dieser umgebung ist überwältigend. eine vielfalt von pflanzen und tieren, schroffe felsformationen, kastanienwälder, und einmalige aussichtspunkte belohnen die wanderer. idyllische plätze unten am fluss laden zum baden und spielen ein. in den umliegenden alphütten wird käse hergestellt und besucher sind immer herzlich willkommen.